Manchmal muss man sich überwinden und mit seinem Sitznachbarn im Zug ein Gespräch anfangen. Manchmal findet man dann heraus, dass er Assistenzarzt an einem Klinikum ist, an man letztens noch auf Dienstreise war, und unterhält sich dann sehr gut, bis er in Köln umsteigen muss.
Damit hallo und herzlich willkommen zu Die Welt ist klein und ich bin dabei, München Edition. Um die Welt noch ein bisschen kleiner zu machen, besuche ich dieses Wochenende meinen liebsten Wahl-Münchener.
Los geht es mit Kaffee und Kuchen, weil da einiges aus den letzten Wochen nachzuholen ist. Als Abendessen gibt es diverse vietnamesische Vorspeisen. Mittlerweile bin ich ganz gut darin, die richtige Menge an Vorspeisen auszuwählen, um ein Hauptgericht daraus zu machen.


Wenig Sonnenuntergang, aber dafür einen dramatischen Himmel gibt es abends auf dem Olympiaberg. Der bestätigt mal wieder, dass jede vernünftige Stadt mindestens einen vernünftigen Berg (oder von mir aus auch Hügel) haben sollte.


Am nächsten Morgen machen wir direkt weiter mit der lokalen (und nicht so lokalen) Flora, nämlich im botanischen Garten. Freunde, falls ihr mal in München und nicht komplett anti-Grünzeug seid, schaut euch das Ding an. Es ist richtig toll. Und ein halber Zoo (Fische not pictured, weil ich Fische seelenlos und gruselig finde).







Vom botanischen Garten aus geht es nahtlos in den Schlossgarten über, damit selbst unterorientierte Menschen wie ich Schloss Nymphenburg finden können. Dabei muss man bloß jederzeit damit rechnen, dass die Rentner vor einem ruckartig stehenbleiben, um das Schloss aus einem weiteren Winkel zu fotografieren.

Beflügelt von meinem unstillbaren Drang, im Urlaub ständig beschäftigt sein zu müssen, verschlägt es mich als nächstes in die Alte Pinakothek. Klingt krass, ist einfach nur ein Kunstmuseum – aber eines, das sich durchaus lohnt. Mit sowas wie der National Gallery in London kann die Pinakothek nicht ganz mithalten, aber das verlangt ja auch keiner. Wie immer an dieser Stelle halte ich jetzt den Mund und lasse meine Bilder von den Bildern für sich sprechen:










Was essen wir, wenn wir in München sind? Richtig, Kaiserschmarrn. Zur allgemeinen Unterhaltung aller Kellner habe ich mich nicht genug dagegen gewehrt, die große Portion zu bestellen, und esse am nächsten Tag noch Kaiserschmarrn zum Frühstück und Kaiserschmarrn am Nachmittag.

Was essen wir noch, wenn wir in München sind? Richtig, eine Breze mit Obatzda. Wo wir schon auf dem auf dem Viktualienmarkt sind, nehmen wir gleich noch mehr Obatzda als Souvenir für Mama A. mit.

Ihr habt euch sicherlich schon gefragt, ob ich mir noch eine Kirche anschaue. Ich finde es ehrlich gesagt schade, dass ihr da so an mir zweifelt. Zumal die heutige Kirche, St. Peter, sogar eine Aussichtsplattform hat, und das zählt doppelte Urlaubspunkte.


St. Peter ist die älteste Kirche Münchens, ist aber 1944/45 in großen Teilen zerbombt worden. Der Wiederaufbau wurde im Jahr 2000 abgeschlossen – anscheinend eine Zeit, in der man noch viel Gold ungenutzt rumliegen hatte.



Ich habe sogar noch eine Kirche für euch. Habt ihr nicht gedacht, ne?

Zum Abendessen haben wir Tapas und leicht einen sitzen. Außerdem gibt es noch eine private nächtliche Stadtführung, was mir die liebste Art der Stadtführung ist.


Das war es vorerst aus der großen Stadt. Pfiats eich!

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