Island: Debrief

„Wir lesen uns im Debrief wieder“, schrieb sie, und dann hörte man zwei Wochen lang nichts mehr von ihr.

In der Zeit hat sie (in genau dieser Reihenfolge) getanzt, gearbeitet und zu wenig geschlafen. Außerdem live miterlebt, wie sich bei Oma Agnes der Sinneswandel von „du kannst doch nicht alleine verreisen“ zu „finde ich ja toll, dass du das gemacht hast“ vollzog.

Aber ihr seid ja nicht hier, um von meinem Alltag zu hören. Vielmehr möchtet ihr bestimmt wissen: Ist Island so teuer, wie alle sagen, oder haushalten alle anderen einfach nur schlechter als ich?

Nee, tun sie nicht. Man bezahlt hier schon an jeder Ecke mehr als gewohnt. Sonderlich zurückgehalten habe ich mich deshalb nicht, aber man denkt schon etwas mehr über jede Ausgabe nach. Praktischerweise waren meine Souvenir-Optionen ja logistisch eingeschränkt. 

In einigen Cafés und Restaurants gab es zum Mitnehmen deutlich günstigere Preise (wenn auch immer noch so geschätzt 20-30 % mehr als in Deutschland). Da Essen sowieso nicht als großer Programmpunkt auf meiner Liste stand und es überall sonnige Bänke gab, kam mir das ganz gelegen. Generell ist Island ein guter Ort, um das Intervallfasten mal so richtig auszuleben.

An sich kann ich alle meine Aktivitäten der letzten Tage weiterempfehlen, aber vor allem:

  • den Þingvellir-Nationalpark, wo man außer 7 Euro fürs ganztägige Parken nichts bezahlen muss
  • die Sky Lagoon (call me a basic bitch)
  • Wale beobachten, was zwar arschkalt, aber auch sehr wholesome und aufregend war
  • einen Zwischenstopp im Café Pallet, das einem unglaublich sympathischen Pärchen gehört

Auch der Mietwagen hat sich als gute und notwendige Investition herausgestellt. Manche Orte hätte ich mit den Öffis gar nicht erreichen können. Man hat mir bei der Abholung zwar noch eine extra Island-Wetter-Versicherung angedreht (weil das in der Vollkasko nicht enthalten ist, klar), das fand ich nicht so lustig. Aber haben ist besser als brauchen, würde Opa jetzt sagen, und der kennt sich aus.

Ein separater Souvenir-Haul lohnt sich hier nicht, weil ich größtenteils flache Dinge aus Papier mitgebracht und die meisten davon auch schon verschenkt habe. Für meinen Kollegen, der netterweise mein Audit übernommen hab, gab es noch ein schickes Vulkansalz. Und da ich von Jonas gelernt habe, dass ein Urlaub ohne Tasse kein richtiger Urlaub ist, hier das pièce de résistance:

In dem Laden (Rammagerðin, falls jemand in nächster Zeit vernünftige Souvenirs aus Island braucht) haben sie völlig richtig erkannt, dass Island nicht viele historische Persönlichkeiten mit internationalem Wiedererkennungswert hervorgebracht hat, und deshalb Fotos von Island-Reisen bekannter Personen auf ihre Tassen gedruckt. Laut Infotäfelchen soll es auch eine Gorbatschow-Tasse geben, aber die war leider Gottes ausverkauft.

Zum Abschluss bekommt ihr nochmal meine liebsten Fotos dieser Reise – einige davon kennt ihr, aber das ist ja auch schon wieder zwei Wochen her.

Jetzt möchte ich mich wie immer fürs Mitlesen bedanken und freue mich schon drauf, das hier irgendwann selbst nachzulesen. Bis denne <3

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